Dreist, dreister, GroKo Niedersachsen: Weil und Althusmann belohnen VW-Chef für Abgasmanipulation!

10,3 Millionen Euro inklusive Nebenleistungen hat VW-Chef Matthias Müller 2017 verdient. Das ist ein sattes Gehaltsplus von rund 3 Millionen Euro für den Manager, in dessen Verantwortung die Manipulation von Abgaswerten sowie die nach wie vor ausbleibenden Entschädigungszahlen für Dieselbesitzer fällt. Alles mit Segen unserer Landesregierung, vertreten durch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) im Aufsichtsrat von VW. Ein Kommentar von Thorben Peters, Mitglied im Landesvorstand DIE LINKE Niedersachsen.

Jahrelang hat der Konzern Autos auf die Straße geschickt, die mehr Schadstoffe in die Luft pumpen als erlaubt, wovon dieser und seine Aktionäre kräftig profitiert haben. Auch ohne die illegalen Versuche an Affen muss der Konzernleitung klar gewesen sein, dass die Autoabgase gesundheitsschädlich für Mensch und Tier sind, statt Konsequenzen folgten nur Lügen und Vertuschungen. Laut Umweltbundesamt hat die Abgasbelastung in den Städten und auf dem Land allein im Jahr 2014 rund eine Million Krankheitsfälle verursacht und 49.700 Lebensjahre sowie 6.000 Menschen das Leben gekostet. Diese führen nämlich langfristig zu Bronchitis- sowie Kreislauferkrankungen und können Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfälle und Asthma begünstigen. Für diese schleichende Tötung tragen auch Autobauer wie VW eine Verantwortung. Nach bekannt werden dieses Skandals, tönte Ministerpräsident Weil im Landtag:  "Wir haben jetzt dafür gesorgt, dass sie die Vorstandsvergütung auf ein Normalmaß zurückgestutzt wird." Nicht nur dass er damit ein Versprechen bricht, er und Althusmann belohnen eine skrupellose Geschäftspraxis, die Kunden täuscht, auf die Umwelt pfeift und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen zerstört. Ganz abgesehen davon, dass nichts ein solches Gehalt bei irgendjemanden rechtfertigt.

VW-Vorstandsmitglieder, die von der Abgasmanipulation gewusst haben gehören nicht mit einer millionenschweren Gehaltserhöhung entlohnt, sondern vor Gericht gestellt. Sollte der VW Chef nichts davon gewusst haben, hat er seinen Laden nicht im Griff und hätte längst gefeuert werden müssen. Dieselbesitzer, welche getäuscht wurden, gehören auf Konzernkosten umgehend entschädigt. Managergehälter müssen zudem gedeckelt werden, das Geld ist bei der sonstigen Belegschaft besser aufgehoben. Mit Blick auf das Handeln von Weil und Althusmann gegenüber VW möchte ich mit einem Zitat von Kurt Tucholsky schließen: Et jibt Karrieren – die jehn durch den Hintern.